
Am Sonntagmorgen, dem 31.03.2025, wurden in der Bremer Bahnhofsvorstadt zwei Frauen als falsche Spendensammlerinnen entlarvt. Laut einem Bericht von Weser Kurier gaben sich die Frauen gegen 11 Uhr in der Straße Am Wandrahm als hilfsbereit aus und verschafften sich so Zutritt zur Wohnung einer 89-jährigen Seniorin.
Die Frauen, die beide etwa 30 Jahre alt und 160 bis 165 cm groß waren, hatten eine gepflegte Erscheinung. Während eine von ihnen die Seniorin in ein Gespräch verwickelte, bat die andere, die Toilette benutzen zu dürfen. Nach einem kurzen Gespräch und einer vermeintlichen Spende verließen die Täterinnen die Wohnung wieder.
Die Masche der Betrüger
Als die Seniorin kurz darauf feststellte, dass mehrere wertvolle Schmuckstücke aus Gold fehlten, wurde das Ausmaß des Betrugs offensichtlich. Die Männer und Frauen, die hinter solchen Taten stecken, nutzen häufig die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus. Laut aktive-rentner.de sind Betrugsfälle an Senioren auf dem Vormarsch, wobei immer dreistere Methoden zur Anwendung kommen.
Zu den häufigsten Betrugsarten gehören Überweisungsbetrug, Taschendiebstahl und Identitätsdiebstahl. Im mecklenburgischen Raum wurden über 50 Fälle von Überweisungsbetrug registriert, bei denen Betrüger Unterschriften fälschen und IBANs von Senioren nutzen, um Geld auf ausländische Konten zu transferieren. Die Täter können dabei durch Manipulation, Druck und Ablenkung vorgehen.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
Senioren sind oft besonders gefährdet, da sie durch ihre Hilfsbereitschaft leicht ausgenutzt werden. Um sich zu schützen, wird empfohlen, einige wichtige Maßnahmen zu beachten:
- Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren.
- Ungewöhnliche Abbuchungen sofort melden.
- Misstrauisch gegenüber Fremden zu sein und keine spontanen Spenden zu leisten.
Die Polizei Bremen bittet um Mithilfe. Zeugen, die die beiden Frauen gesehen haben, können sich unter der Nummer 0421 362-3888 beim Kriminaldauerdienst melden. Es ist wichtig, solche Vorfälle zu melden, um anderen Senioren vor ähnlichem Schicksal zu bewahren.
Zusätzlich sollten Senioren bei Internetgeschäften vorsichtig sein, da auch hier Identitätsdiebstahl eine häufige Bedrohung darstellt. Phishing-Mails, die gefälschte Informationen von Banken oder Lieferdiensten enthalten, sind gängige Tricks, die Betrüger einsetzen.