Bremen

Zukunftsweisende Lichtkonzepte: Bremer Büroturm setzt neue Maßstäbe!

Am 3. April 2025 eröffnet die Zech Group ihre neue Unternehmenszentrale am Europahafenkopf in Bremen. Der 18-geschossige Büroturm erstreckt sich über eine Fläche von 32.000 m² und bietet rund 1.400 Büroarbeitsplätze. Dieses beeindruckende Neubauensemble kombiniert moderne Büroflächen mit Wohnflächen und öffentlich zugänglichen Bereichen, darunter Gastronomie, Veranstaltungsräume und ein Konferenzzentrum. Das innovative Beleuchtungssystem spielt eine zentrale Rolle in der Architektur und wurde auf Grundlage einer ganzheitlich geplanten Lichtarchitektur entwickelt. Dies berichtet elektro.net.

Das Lichtkonzept, entworfen von Reese Lichtdesign und technisch umgesetzt in Kooperation mit Trilux, nutzt den Lichtteiler „Truck“. Dieses multifunktionale Möbelstück fungiert sowohl als Raumtrennmodul als auch als Träger für integrierte Leuchten. Diese Leuchten sorgen für sowohl direkte als auch indirekte Lichtanteile, wobei die direkten Komponenten mit einem UGR von weniger als 19 für blendfreie Bedingungen an Bildschirmarbeitsplätzen sorgen. Die indirekte Beleuchtung trägt mit einer breit strahlenden Bat-Wing-Optik zu einer gleichmäßigen Deckenaufhellung bei. Die Integration der Lichttechnik in Möbel reduziert nicht nur den Materialeinsatz, sondern unterstützt auch eine nachhaltige Planung.

Human Centric Lighting: Ein Schritt zur Wohlfühlumgebung

Ein weiteres Highlight des Beleuchtungssystems ist die Implementierung eines Human Centric Lighting (HCL)-Systems. Dieses Konzept, das sich stark mit der Nutzung von LED-Technologie und digitalen Steuerungssystemen beschäftigt, zielt darauf ab, die Beleuchtung im Einklang mit dem biologischen Rhythmus des Menschen zu gestalten. Studien zeigen, dass Menschen bis zu 90% ihrer Zeit in geschlossenen Räumen ohne natürliches Licht verbringen, was biologisch und psychologisch negative Effekte haben kann. HCL passt die Lichttemperatur und -intensität individuell während des Tages an, um eine gesündere Beziehung zur künstlichen Umgebung zu fördern. Mittels kühlem, weißem Licht am Morgen wird die Aktivität des Körpers angeregt; abends hingegen sorgt warmes, weißes Licht für Entspannung, erklärt ArchDaily.

In Bremens neuer Zentrale wird die Lichttechnik über Präsenz- und Tageslichtsensoren gesteuert, die eine bedarfsgerechte Anpassung und somit eine Reduktion des Energieverbrauchs ermöglichen. Zudem kommen in Verkehrs- und Aufenthaltszonen Stromschienensysteme mit „Finea“-Strahlern sowie „Juno“-Leuchten zum Einsatz. Diese ergänzen das System mit elliptischer Lichtverteilung und 3D-Facettenreflektortechnologie und tragen zu einer intelligenten Lichtnutzung bei.

Gesundheitliche Vorteile durch intelligente Planung

Das Ziel von Human Centric Lighting ist es, die Stimmung, Kognition und Gesundheit der Büroangestellten zu verbessern, was besonders in einem Büroumfeld von Bedeutung ist. Angemessene Beleuchtung kann die visuellen Bedingungen am Arbeitsplatz positiv beeinflussen und so unangenehme Probleme wie visuelle Ermüdung und Kopfschmerzen vermeiden. HCL hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Mitarbeiter in Büros, sondern kann auch therapierende Effekte in Schulen und Krankenhäusern zeigen. Dadurch verbessert HCL die Wachsamkeit und Produktivität in Schulen und unterstützt die Schlafqualität von Patienten in Krankenhäusern.

Insgesamt zeigt das Projekt im Zech Tower eine gelungene Verbindung von Möbelbau, Lichtplanung und Steuerungstechnik, die innovative und integrierte Beleuchtungslösungen für moderne Arbeitsumgebungen bietet. Dies wird nicht nur in Bremen sichtbar, sondern setzt auch neue Maßstäbe für zukünftige Büroarchitekturen im Sinne des Wohlbefindens.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
elektro.net
Weitere Infos
archdaily.com

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