Woltmershausen

Woltmershausen kämpft für Trinkwasser: Bürgerantrag zeigt großen Erfolg!

In der Bremer Stadtteil Woltmershausen wird derzeit eine Initiative vorangetrieben, die den Zugang zu Trinkwasser für die dort lebenden Jugendlichen verbessern soll. Jan Lütz vom Jugendzentrum Jugi Roter Sand hebt die Bedeutung des Zugangs zu Trinkwasser hervor. Derzeit haben Kinder und Jugendliche nur während der Öffnungszeiten des Jugis Zugang zu Wasser, was vor allem für die älteren Jugendlichen problematisch ist, da das Zentrum zwischen 14 Uhr und 20 Uhr, sowie sonntags ganztägig geschlossen bleibt. Um diesem Mangel zu begegnen, hat das Jugendzentrum einen Bürgerantrag an den Fachausschuss für Kita, Bildung, Jugend und Sport des Beirates Woltmershausen gerichtet, der die Installation eines Trinkwasserbrunnens auf dem Bolzplatz an der Oberschule fordert.

Die Resonanz auf diesen Antrag war vielversprechend: Innerhalb von nur vier Tagen sammelten die Unterstützer über 100 Unterschriften. Der Fachausschuss hat inzwischen einstimmig beschlossen, auf den Missstand hinzuweisen und den Antrag zu unterstützen. Dies umfasst auch die Forderung an die zuständige Senatorin, zeitnah die Installation des Brunnens in der Nähe des Bolzplatzes umzusetzen. Besonders in den Sommermonaten ist der Bolzplatz stark frequentiert, und die Jugendlichen, die dort trainieren, benötigen durchgehend Zugang zu Trinkwasser.

Fehlende Infrastruktur im Stadtteil

Auf politischer Ebene wird das Thema Trinkwasserversorgung zusehends wichtiger. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass an öffentlichen Orten, besonders in städtischen Gebieten, Trinkwasser aus dem Leitungsnetz kostenlos bereitgestellt werden muss. Städte und Gemeinden sind gefordert, Trinkwasserbrunnen in Parks, Fußgängerzonen und Einkaufspassagen zu installieren, sofern dies technisch umsetzbar ist und dem lokalen Bedarf entspricht. Bundesumweltministerin Steffi Lemke hebt die Bedeutung dieser Maßnahme hervor, insbesondere im Kontext zunehmender Extremwetterereignisse durch den Klimawandel, die dringend nach Lösungen verlangen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes, welche die Umsetzung der EU-Trinkwasser-Richtlinie in Deutschland befasst. Dieses Gesetz, das am 12. Januar 2023 in Kraft trat, stellt sicher, dass Trinkwasserbrunnen zur Daseinsvorsorge gehören und flächendeckend bereitgestellt werden müssen. Dies soll zur Reduzierung der Nutzung von Flaschenwasser beitragen und somit auch umweltfreundlichere Entscheidungen fördern.

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland über 1.300 öffentliche Trinkwasserbrunnen. Ein erstes Ziel ist es, etwa 1.000 zusätzliche Brunnen aufzustellen, um den Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Diese Maßnahme gehört auch zu kommunalen Hitzeaktionsplänen, um die gesundheitlichen Risiken durch extreme Hitze zu minimieren und gleichzeitig die Nutzung von Einwegplastikflaschen zu reduzieren.

Mit dieser Initiative in Woltmershausen und der Unterstützung durch die Bundesregierung scheint ein wertvoller Schritt hin zu mehr Chancengleichheit im Zugang zu Wasser für alle Bürger gemacht zu werden. Der Bürgerantrag ist nicht nur ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, sondern zeigt auch die Notwendigkeit und Verantwortung der Kommunen, im Sinne der Daseinsvorsorge zu handeln.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
weser-kurier.de
Weitere Infos
bmuv.de
Mehr dazu
bundesregierung.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert