
Am 3. April 2025 wird in Bremen eine bedeutende Gedenkstätte ins Rampenlicht gerückt: Der Friedhof Riensberg feiert sein 150-jähriges Bestehen. Mit einem besonderen Pflanzenprojekt wurde der Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten gegeben. Am Montag, vor dem großen Fest am 10. Mai, schufen Gärtnerinnen und Gärtner des Umweltbetriebs Bremen eine eindrucksvolle „150“ aus bunten, insektenfreundlichen Blumen im Eingangsbereich des Friedhofs. Über 300 Stauden aus elf verschiedenen Arten wurden in die Erde gesetzt, um nicht nur die Besucher zu erfreuen, sondern auch überschüssige Insekten auf dem Gelände anzulocken. Diese umweltfreundliche Aktion wurde vom Beirat Schwachhausen angeregt und finanziell unterstützt, wie Weser-Kurier berichtet.
Der Friedhof Riensberg, der im Mai 150 Jahre alt wird, ist nicht nur ein Ort der Ruhe, sondern auch ein Raum für kulturelle und historische Begegnungen. Zu den Feierlichkeiten am 10. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, von 14:00 bis 19:00 Uhr an einem Jubiläumsfest teilzunehmen. Das Programm verspricht vielfältige unterhaltsame und informative Elemente. Geplant sind Kurzvorträge und Reden in der Kapelle unter anderem von Senatorin Kathrin Moosdorf, Viola Hellwag, Dr. Lorena Pethig und Herwig Gründel. Laut Umweltbetrieb Bremen wird es ebenso ein kreatives Begleitprogramm am Hauptzugang geben, bei dem Besucher aktiv sein können. Aktivitäten wie Bildhauern, Blumenkränzebinden und das Pflanzen von Schmuckbeeten stehen auf der Agenda.
Kulturelle Höhepunkte und Führungen
Ein besonderer Anziehungspunkt des Jubiläums ist der „Baum der Hoffnung“. Hier können die Besucher ihre Wünsche und Erinnerungen an einen frisch gepflanzten Baum heften, die später ausgestellt werden. Musikalische Erlebnisse runden das Programm ab, darunter ein Konzert der Flötistin Jette Beyer und ein Cellokonzert mit Matthias Boutros, das von 18:00 bis 19:00 Uhr in der Kapelle stattfindet.
Zusätzlich sind weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums geplant. So wird am 11. Juni eine Führung mit Christine Holzner Rabe zum Thema „Eine Spurensuche auf dem Riensberger Friedhof“ angeboten. Außerdem gibt es am 20. Mai einen Vortrag im Focke Museum mit dem Titel „Begraben aber nicht vergessen“, der sich mit den Gräbern bedeutender Bremer Frauen beschäftigt.
Die Vorbereitungen für das Jubiläum sind im vollen Gange, und die Vorfreude auf ein unvergessliches Fest ist spürbar. „Das 150-jährige Bestehen des Friedhofs Riensberg ist ein bedeutendes Ereignis für die gesamte Stadt Bremen“, so eine Vertreterin des Umweltbetriebs. Die vielfältigen Aktivitäten und die Einbindung von Gemeinschaft und Tradition schaffen einen lebendigen Rahmen für die Feierlichkeiten.