
In Bremen haben private Haushalte einen bemerkenswerten Beitrag zur Schaffung von Wohnraum geleistet. Daten aus dem Jahr 2023 zeigen, dass nahezu ein Drittel aller genehmigten Wohnungen auf private Bauherren entfiel. Diese Informationen stammen aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion, die sich besonders für das private Wohneigentum in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern interessierte. Für das Jahr 2024 wurden insgesamt 300 Wohnungen für private Haushalte genehmigt, was einen Rekordwert seit 2017 darstellt.
Im Gegensatz dazu verzeichneten Wohnungsunternehmen im Jahr 2024 einen Rückgang der genehmigten Wohnungen auf 496 Einheiten. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 wurden 520 und 2021 sogar 1063 Wohnungen genehmigt. Insgesamt genehmigte Bremen 2024 mehr Wohnungen als im Vorjahr, wobei der Anstieg vor allem durch die privaten Bauherren bedingt war. Der Anteil dieser Bauherren stieg auf etwa 33% aller genehmigten Wohnungen.
Wachstum durch private Bauherren
Besonders auffällig ist die Verdreifachung der von Unternehmen außerhalb der Wohnungsunternehmen genehmigten Wohnungen, die 2024 bei 141 liegen. Dagegen bleibt der Anteil öffentlicher Bauherren mit etwa 4% nach wie vor sehr niedrig. Die städtischen Wohnungsunternehmen Gewoba und Brebau konnten im vergangenen Jahr lediglich vier genehmigte Wohneinheiten erreichen.
Die Antragstellung für Bauvorhaben ist in Bremen gut geregelt. Ab September 2023 können Bauanträge bis zum 30. Juni 2024 eingereicht werden. Gleichzeitig stehen seit dem 1. Juli 2024 neue Antragsmöglichkeiten zur Verfügung. Für spezielle Vorhaben wie Werbeanlagen oder Gaststättenfreisitze sind ebenfalls Anträge ab September 2023 notwendig. Dies fördert die Planungssicherheit für Privatbauherren und Unternehmen.
Fokus auf Einfamilienhäuser
Ein bemerkenswerter Trend zeigt sich auch bei den genehmigten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern: 2024 wurden 144 von insgesamt 979 genehmigten Wohnungen in diese Kategorie eingeordnet. Dies entspricht einem Anteil von 15%, wobei der durchschnittliche Anteil in den Jahren von 2018 bis 2024 bei 18,5% lag. Dies ist gerade vor dem Hintergrund interessant, dass in Bremen bereits 78% der Wohngebäude Ein- und Zweifamilienhäuser sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass private Haushalte eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Baukrise in Bremen einnehmen. Der Senat plant zudem ein neues Eigentumsförderungsprogramm, um den Erwerb von Neubauten sowie die Modernisierung bestehender Gebäude zu unterstützen, insbesondere für Familien. Abschließende Zahlen zu den fertiggestellten Wohnungen aus dem Jahr 2024 werden jedoch erst im Mai vorliegen.
Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Bremen zeigt, dass private Initiativen eine immer bedeutendere Rolle spielen. Diese Tendenz könnte langfristig erhebliche Auswirkungen auf die Wohnsituation der Bremer Bürger haben.
Weitere Informationen zu Baugenehmigungen und Formularen sind auf der Seite der Stadt Bremen verfügbar: bau.bremen.de.
Zusammengefasst zeigt die aktuelle Entwicklung, dass private Haushalte in Bremen sich aktiv an der Schaffung von Wohnraum beteiligen und so einen wichtigen Bestandteil der Baukultur darstellen.